Liebe Gäste,

Unser Bauernhaus von 1800 ist nun seit August in Renovierung und Umnutzung begriffen! Die lokalen Handwerker bringen eine wirklich tolle handwerkliche Leistung, und das Architekturbüro VONMEIERMOHR vom Ammersee hat einen schicken Entwurf abgeliefert, der unter anderen auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesdenkmalamtes gefällt:

wir bekommen im Erdgeschoss dort, wo der alte Stall früher war, einen schönen großen Raum mit einer lässigen Bar und zwei großen Toren wie früher. Dieser Raum wird von mir eigens eingerichtet (Überraschung), also kein kahler nackter langweiliger Tagungsraum, sondern einer, bei dem man sich schon beim Betreten seine Geburtstagsfeier, seine besondere Tagung, sein Familien-Get-Together, die Abiparty der Tochter, einen Konzertabend, eine Talk-Runde und eine hübsche kleine Hochzeitsfeier mit Unplugged Music vorstellen kann.

Gleich daneben – durch zwei Flügeltore erreichbar – wird sich die Feuerküche befinden: wie Anno dazumal Kochen, Braten, Sieden und Räuchern wir hier an zwei Feuerstellen –  einem offenen Feuer mit großen eisernen Rauchfang fürs Rösten und Sieden, und einer geschlossenen – wir nennen ihn den „Wamsler“ – mit einem Feuereinschub, einem Backofen dazu und einer eisernen Kochplatte über dem Feuer. Die Energie des Feuers positiv einsetzen für Wärme, Geruch, Geschmack und eine heimelige Atmosphäre. Meine Köche freuen sich schon auf diese einzigartige Küche, in der es kaum NIrosta geben wird!  Im Erdgeschoss befinden sich dann noch die Gärtnerei mit einem Kühlhaus und diverse Nebenräume.

Im ersten und zweiten Obergeschoss werden sich elf neue Gästezimmer zum Übernachten finden, mit wunderbaren Blicken über die Wiesen zum Waldrand, nicht zu übertrieben luxuriös, aber komfortabel und mit Fichtenholzböden, Wandheizungen und einem „Wohnbad“. Die Fassade wird wie früher ein dem historischen Vorbild nachempfundene Bundwerkfassade haben.

Wie immer, wenn wir bauen, muss es ökologisch zugehen. Hier wird wirklich kein Plastik verbaut, ausser ein paar Isoplatten im Unterbodenbereich der Bauplatte. Sonst nur Holz, Lehmputz und als besonderes Feature Dämmplatten aus gerupften Jutesäcken, in denen einmal Kaffee war.

Kunst ist bei uns immer dabei, dieses mal sehr viel von dem Vietnamesischen Künstler und Designer Oanh Pham Phu aus Wien sowie von einem der begnadesten Bildhauer, die Deutschland zu bieten hat: Claus Nageler aus Starnberg. Die Standorte der Kunst werden schon beim Bau berücksichtigt.

Der historische Wohnteil von 1800 bleibt im Wesentlich wie er immer war, mit urgemütlicher Stube, offener Küche zum Selfcatering oder catering für kleine Feiern oder Essen, großem Gang und Jagdzimmer. Wir haben uns allerdings entschlossen, jedem der 4 Zimmer im ersten Stock ein Bad zu schenken, klein und fein, in das dachgeschoss eine Sauna einzubauen (man kann dann ganz oben auf dem Balkon sitzen) und: alle Zimmer werden mit dem sogenannten Großeschmidt-Heizsystem ausgestattet, was wir nun schon häufig in Sonnenhausen für die Altbausanierung eingesetzt haben, denn deses erwärmt nicht nur die Wände, sondern trocknet sie auch gleichzeitig. Ein Wohngefühl, das mit VONMEIERMOHR schon vor 7 Jahren beim Umbau meiner privaten Wohnung beschert haben!

So, soviel für Heute – Fortsetzung folgt!

Mit winterlichen Grüßen,

Georg Schweisfurth